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Die Rooisand Kuppel und das Instrument
Im Gegensatz zu anderen Amateursternwarten in Namibia haben wir uns für eine Kuppel statt der oft üblichen Schiebedachhütten entschieden. Es handelt sich dabei um eine 3.2 Meter Kuppel der Firma Baader Planetarium mit elektrischem Antrieb und automatischer Kuppelnachführung.

Die Vorteile:
Die Kuppel ist dabei Schutz gegen Wind, der oben auf der Bergkuppe heftig wehen kann, Taukappe und weiterhin wirksamer Schutz gegen Streulicht, wenn unterhalb der Kuppel zusätzlich mit transportablen Teleskopen beobachtet wird.

Durch die fast 8 Meter hohe Instrumentenmontage werden die Seeingbedingungen – gegenüber einem Standort am Boden – erheblich verbessert, da das Instrument über den bodennahen Luftschichten steht, welches sich bei größerer Teleskopöffnung deutlich bemerkbar macht.
Vor der Tür zum Kuppelinnenraum befindet sich eine ca. 4m² große Plattform, von der man einen herrlichen Überblick über den gesamten Sternenhimmel hat.

Das Instrument steht auf einem – vom Kuppel- und Treppenturm – völlig isoliertem Betonfundament, welches absolut schwingungs- und verwindungssteif ist. Der Beton in den vier Stützpfeilern wurde dabei mit Hochfrequenzrüttlern komprimiert.
Das Bild unten zeigt ein Panorama von Nordost bis Südost, aufgenommen von der Turmplattform
Das Teleskop
Das Rooisand Teleskop besteht aus einer Kombination von:
  • Zeiss 150 mm APQ Refraktor, f = 1200 mm, f:8
  • Zeiss 80 mm AS Refraktor, f = 840 mm, f:10.5 und
  • einem – auf optische Qualität ausgesuchtes – Celestron 14 mit 354 mm Öffnung, f = 4000 mm, f:11

Die beiden großen Teleskope haben 2" und 1¼", das kleine 1¼" Anschlüsse. Für die Teleskope gibt es reichhaltiges Zubehör. Eine detaillierte  Zubehörliste können Sie hier als pdf-file herunterladen (ca. 150Kb)
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Im folgenden einige "Firstlight"-Bilder, aufgenommen am Zeiss APQ mit einer Canon EOS 300 (M20 mit EOS 350d) kurz nach Fertigstellung der Kuppel zum Jahreswechsel 2004/2005. Alle Bilder ohne Dunkel- und Flatfieldkorrektur (die kurzbelichteten ohne Nachführkontrolle). Klicken Sie auf die Vorschaubilder zum Laden einer großen Version. Weitere Bilder finden Sie auf den Seiten unseres Astrogästetagesbuchs.
 
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Messier 42 (Orionnebel) 5 Einzelbilder, je 30 Sekunden bei ISO 400
NGC 3372 (Eta Carinae) Einzelbild, 300 Sekunden belichtet bei ISO 800
NGC 5139 (Omega Centauri) 10 Einzelbilder, je 30 Sekunden bei ISO 800
NGC 4755 (Jewel Box) Einzelbild, 300 Sekunden belichtet bei ISO 400
Messier 8 (Lagunennebel) 2 Einzelbilder, je 300 Sekunden belichtet bei ISO 800
Messier 20 (Trifidnebel) Einzelbild, 300 Sekunden belichtet bei ISO 800
Auch die ersten hochaufgelösten CCD-Bilder wurden im Sommer 2005 mit dem Zeiss Refraktor aufgenommen. Eingesetzt wurde eine SBIG - ST 6303 (mit Bildfeldkorrektor). Klicken Sie auf die Thumbnails zum Laden großer Bilder (Vorsicht, jedes um die 700 Kb).
 
Messier 17
© D. Unbehaun
NGC 5128 17
© D. Unbehaun
NGC 6822
© D. Unbehaun
NGC 7293
© D. Unbehaun
Die Bilddaten zu den CCD-Aufnahmen:
Messier 17 3 Einzelbilder je 10 Minuten Belichtungszeit wurden aufaddiert und anschließend gemittelt,
NGC 5128 Bildaddition von 2 Einzelbildern, je 30 Minuten belichtet.
NGC 6822 Bildaddition von 3 Einzelbildern, je 30 Minuten belichtet. NGC 6822 ist eine sehr leichtschwache Galaxie der lokalen Gruppe, die hier teilweise in Einzelsterne aufgelöst ist.
NGC 7293 Bildaddition von 2 Einzelbildern, je 30 Minuten belichtet. Beachtenswert sind die inneren Ringstrukturen.

Alle drei Teleskope sind exakt zueinander ausgerichtet. Bis zu einer Vergrößerung von 100fach steht ein Beobachtungsobjekt perfekt in der Bildmitte

Zusätzlich ist eine Laufschiene mit einem schweren Kugelkopf zur Aufnahme von Kameras mit Teleobjektiven vorhanden.



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Die Montierung
Montiert ist diese Teleskopkombination auf einer GoTo Montierung – GTO 1200 – von der Firma Astro Physics. Die Teleskopkombination wiegt etwa die Hälfte der zulässigen nominellen Last, für die die GTO 1200 ausgelegt ist. Somit ist ist die Kombination ausgesprochen stabil und schwingungsfrei.

Die GTO 1200 verfügt über eine vollautomatische Parkposition, so dass man damit auch jederzeit automatisch am Tageshimmel positionieren kann. Die GTO 1200 ist komfortabel über eine Handsteuerung zu bedienen.



    
Wahlweise kann die GTO 1200 aber auch über einen Laptop und die Planetariumsprogramme GUIDE 8.0 und TheSky 5.0 gesteuert werden. Ein SBIG kompatibler Steuereingang erlaubt die automatische Nachführung mit SBIG CCD-Kameras über CCDOPS.

Die Kuppel verfügt über einen eigenen Internetzugang, so dass es möglich ist auch Software und Upgrades aus dem Internet zu laden.

  ... übrigens ist das komplette Sternwartengelände durch einen elektrischen Zaun gesichert. Nein, keine Angst – nicht wegen böser Menschen, denn die gibt es bei uns nicht. Sondern hauptsächlich gegen aufdringliche Paviane und andere größere Tiere, wie Antilopen und Zebras ...
  
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